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Zum Jahreswechsel übernimmt Groß Laasch wieder ihre Kita – Team wird auf Elternversammlung vorgestellt

Leiterin Tina Warncke

Es dürfte sich bereits herumgesprochen haben: Hinter den Kulissen der Gemeinde Groß Laasch laufen emsig die Vorbereitungen für die Rekommunalisierung der Kita „Laascher Strolche“. Das habe die Gemeindevertretung im Februar 2020 mehrheitlich so beschlossen und dabei würden die Eltern aktiv eingebunden, betont Bürgermeister Markus Lau. „Zum 31. Dezember 2021 wird die Gemeinde Groß Laasch den Mietvertrag und die Vereinbarung über den Betrieb der Kita nach 25 Jahren mit der Volkssolidarität kündigen. Spätestens ab dem 1. Januar 2022 werden wir Träger der Einrichtung sein“, stellt Lau klar. Verschiedene Umstände, auf die er jedoch nicht näher eingehen möchte, sowie auch eine gewisse Unzufriedenheit der Eltern, hätten letztlich zu dieser Entscheidung geführt, erklärt das Dorfoberhaupt, das nun mit dem Team nach vorne blicken wolle. Alle Beteiligten suchten derzeit nach ihrer Position im neuen Gefüge.
Eine neue Leitung fällt nicht vom Himmel: „Die Bewerbungsgespräche für die Kita-Mitarbeiter sind bereits abgeschlossen, die neue Truppe steht. Auf der Elternversammlung am 11. August um 19 Uhr im Großen Saal im Kulturhaus werden wir sie vorstellen. Ebenso den Fahrplan, wie es weitergehen wird.“ Alles sei im Fluss, laufe planmäßig, versichert der 56-Jährige, der die kommunalen Zügel für die 1000-Seelengemeinde seit 2004 in den Händen hält. „Es passiert genauso, wie wir uns das vorgestellt haben, auch wenn es einigen Eltern wahrscheinlich nicht schnell genug geht. Aber wir wollen eben alles richtigmachen.“ Künftig werde es 68 Betreuungsplätze geben.
„Wir haben uns auch entscheiden, den Hort auszugliedern. Er kommt in die alte Schule, so schaffen wir zusätzliche Kapazitäten für die Kita. Acht Erzieher werden zu Beginn eingestellt, weitere sollen wahrscheinlich folgen, denn reichen werden sie wohl nicht“, klärt der Ehrenamtliche weiter auf. Die Gemeinde verspreche sich von der Rücküberführung in kommunale Hand mehr Planungssicherheit. „Die Integration der Mädchen und Jungen in das Dorfleben wie Feuerwehr oder Vereine ist eines unserer Ziele. Für uns ist der Trägerwechsel eine Investition in die Zukunft.“ Eine Aussage, die Tina Warncke, sofort unterschreiben würde. Denn die 31-Jährige ist die neue Kita-Chefin. Sie habe sich ihre Aufgabe sehr gut und reiflich überlegt, verrät die gebürtige Neustädterin.
„Ich gehe da völlig unvoreingenommen ran, was aber nicht heißen soll, naiv“, schmunzelt die Sozialpädagogin, die auch Verwaltungsfachangestellte ist und die „Liebe und Leidenschaft“ in die Einrichtung bringen wolle. „Die Mädchen und Jungen sollen und müssen sich verstanden wie auch angenommen fühlen.“ Das hieße auch Geborgenheit in geschützten Strukturen. „Sie müssen spüren und wissen, dass sie wichtig für uns sind“, betont Warncke. Die organisatorischen und pädagogischen Herausforderungen seien natürlich weiterhin groß, erklärt sie weiter. Kinder ins Leben begleiten - das bedeute für sie als Leiterin, präsent zu sein. „Sie sind etwas ganz Besonderes. Ihre Wahrnehmung für die kleinen Wunder dieser Welt, finde ich toll. Durch sie sehen auch wir vieles in neuem Licht.“
„Ich habe eine verantwortungsvolle Aufgabe gesucht, mit der ich mich gut identifizieren, mich einbringen und etwas bewirken kann. Da sind die Laascher Strolche einfach das Richtige für mein Team und mich. Ich freue mich schon riesig auf die Herausforderung.“ Tina Warncke blicke der neuen Funktion mit Respekt entgegen. Wohlwissend: Die Leitung einer Kita mit allem Drumherum ist vor allem eines – nämlich ein hochsensibles Feld.

 

Thorsten Meier

SVZ am 11.08.2021