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Groß Laasch - Das denken Eltern über den Trägerwechsel der Kita

Groß Laasch, den 28. 02. 2020

Sie fühlen sich allein gelassen, vermissen die Kommunikation sowohl von Seiten der Gemeinde als auch der Volkssolidarität Südwestmecklenburg und leiden gemeinsam mit ihren Kindern unter der aktuellen Situation bezüglich des bevorstehenden Trägerwechsels in der Kita „Laascher Strolche“. Nach Bekanntwerden des Beschlusses der Gemeindevertretung Groß Laasch, die örtliche Kita spätestens ab 2022 wieder aus kommunaler Hand betreiben zu wollen , wendeten sich besorgte Eltern an unsere Redaktion.

Eine schwer zu ertragende Situation

Tina Eberhard und Verena Jahrend haben Angst, sie sind verunsichert. Ihre Kinder werden in der Groß Laascher Kita betreut. Doch in der Diskussion um die Zukunft der Einrichtung fühlen sie sich alleine gelassen. „Wie soll es denn jetzt weitergehen? Mit uns redet niemand, wir wollen endlich Fakten“, erklärt Tina Eberhard, die ein zweijähriges Kind in der Kita hat. Außerdem ist sie Mitglied im Elternrat. Die Situation gerade sei nur schwer zu ertragen. „Die Kinder merken auch, dass etwas nicht stimmt. Wenn wir sie morgens in die Kita bringen, stehen die Erzieherinnen mit Tränen in den Augen vor uns“, so Verena Jahrend, deren dreijähriger Sohn in der Kita betreut wird.

Hintergrund: Holger Mieth, Geschäftsführer der Volkssolidarität Südwestmecklenburg, hatte auf SVZ-Anfrage gesagt, Erzieherinnen der Kita würden sich bei einer Übernahme der Einrichtung durch die Gemeinde nach einer anderen Arbeitsstelle umsehen.

Eltern sehen sich nach neuen Betreuungsplätzen um

Das Wohl der Kinder sollte im Vordergrund stehen, sind sich die Frauen einig, die stellvertretend für die Eltern der „Laascher Strolche“ sprechen. Doch das sei aktuell nicht mehr der Fall. „Die Fronten zwischen der Gemeinde und der Volkssolidarität sind verhärtet“, ist sich Tina Eberhard sicher. Vor allem die Frage, wie es in der Übergangsphase zur kommunalen Trägerschaft weitergehen soll, beschäftigt die Eltern. „Wenn alle Erzieherinnen kündigen, was passiert dann mit unseren Kindern“, fragt Verena Jahrend. Einige Eltern hätten sich bereits nach neuen Betreuungsplätzen für ihre Kinder umgesehen.

Grundsätzlich haben die Frauen nichts gegen eine Rekommunalisierung. „Aber der Weg dahin war falsch“, erklären die Mütter. Sie wollen sich gemeinsam mit der Gemeinde und der Volkssolidarität an einen Tisch setzen, um über den Trägerwechsel zu sprechen und dadurch die Zukunft ihrer Kinder absichern zu können.

Da muss gemeinsam eine Lösung gefunden werden, ein konkreter Plan. Das ist für uns als Eltern existenziell. Tina Eberhard, Mutter

 

Außerdem schlagen die Frauen vor, bei einem Gespräch auch eine Schiedspartei dabei zu haben, die neutral ist und den Fokus auf das Wohl der Kinder legt.

Wie Bürgermeister Markus Lau erklärt, soll am 10. März eine Elternversammlung in der Gemeinde stattfinden. Er würde sich wünschen, dass auch die Volkssolidarität daran teilnimmt.

Denise Schulz

SVZ am 28.02.2020

 

Bild zur Meldung: Groß Laasch - Kindertagesstätte